STICKEN FÜR ANFÄNGER – ACHT GRUNDLEGENDE STICKSTICHE ZUM STICKEN LERNEN

In diesem Artikel zeige ich Euch acht grundlegende Stickstiche, mit denen Ihr wilde Blumenmuster sticken könnt.

In der ersten Folge der Reihe „Sticken für Anfänger“ habe ich Euch ja bereits das Material, das Ihr zum Sticken lernen benötigt, vorgestellt. Im zweiten Teil soll es nun um die Stickstiche gehen. Ich werde Euch acht grundlegende Stickstiche zeigen: den Rückstich, den Plattstich, den Knoten- bzw. Knötchenstich, den Stielstich, den Margeritenstich, den Grätenstich, den umwickelten Vorstich und den Rosenstich.

Mit den Basic Stickstichen könnt Ihr bereits super viele Stick-Projekte umsetzen! Wichtig ist, einfach mal loszulegen. Das Gute ist, dass man den Faden immer wieder lösen kann, wenn man sich doch einmal verstickt hat 😉 Wie Ihr die verschiedenen Stickstiche lernen könnt, zeige ich Euch wie immer im Video.

ACHT BASIC STICKSTICHE, MIT DENEN IHR SCHÖNE BLUMENMUSTER GESTALTEN KÖNNT

Mit den grundlegenden Stickstichen, die ich Euch zeige, könnt Ihr wunderschöne Stickbilder gestalten. Dabei ist es gar nicht wichtig, dass Ihr immer super exakt arbeitet. Selbst gemachtes lebt ja immer von Unregelmäßigkeiten und kleineren Fehlern, die den Charme ausmachen. Fangt also einfach mal an und macht schöne, wilde Blumenmuster. Ich verspreche Euch: Ihr werdet schnell Freude daran finden! 🙂

DER RÜCKSTICH

Der Rückstich ist einer der simpelsten Basic Stickstiche. Im Video habe ich ihn für den Blumenstiel benutzt.

  • Stecht die Nadel dafür einfach ein paar Millimeter über dem Anfang des Blumenstiels von unten nach oben durch den Stoff.
  • Führt dann die Nadel von oben nach unten durch den Stoff – und zwar genau am Anfangspunkt des Blumenstiels.
  • Führt sie dann wieder von unten nach oben durch den Stoff, dieses Mal ein paar Millimeter über Eurem ersten Einstichloch.
  • Den Stich füllt Ihr dann aus, indem Ihr die Nadel an Eurem ersten Einstichloch wieder von oben nach unten durch den Stoff führt.

Das macht Ihr dann so lange, bis Ihr am oberen Ende Eures Blumenstiels angelangt seid. Dann müsst Ihr den Faden natürlich gut an der Unterseite des Stoffes verstechen und verknoten. In der Theorie klingt das jetzt vielleicht erst einmal alles etwas verwirrend. Ich verspreche Euch aber: sobald Ihr die grundlegenden Stickstiche ein paar Mal geübt habt, geht das wie von allein 😉

DER PLATTSTICH

Den Plattstich habe ich im Video für die Blütenblätter genutzt. Dafür habe ich mir die Blüte relativ unregelmäßig aufgezeichnet, um einen etwas natürlicheren Look zu bekommen. Das könnt Ihr aber machen, wie Ihr möchtet.

  • Zunächst habe ich mir mit einem Kreis den Mittelpunkt der Blüte gekennzeichnet. Den fülle ich dann mit einem anderen Sticken-Grundstich aus.
  • Für den Plattstich steche ich die Nadel einmal von unten nach oben durch den Stoff – und zwar an einer Stelle an dem zuvor gezeichneten Mittelkreis.
  • Von dort aus spanne ich den Faden gerade bis zum Ende eines Blütenblattes und steche dort wieder von oben nach unten durch den Stoff.

Das macht man dann einmal reihum: von unten nach oben am Mittelkreis, Faden über das Blütenblatt spannen und an der Blütenblatt-Außenseite wieder von oben nach unten einstechen. So habt Ihr ein relativ geradliniges Blütenblatt.

DER KNOTENSTICH/KNÖTCHENSTICH

Für den Blütenstempel, also den inneren Kreis der Blüte, verwende ich den Knötchenstich. Der ist nicht nur eine super einfache Sticken-Grundtechnik, sondern hat auch noch einen hübschen Effekt!

  • Um die Knötchen zu erhalten, steckt Ihr die Nadel einmal von unten nach oben durch den Stoff.
  • Wickelt dann durch eine leichte Drehbewegung der Nadel den Faden dreimal um die Nadel herum.
  • Führt dann einfach Eure Nadel sehr nah an dem ursprünglichen Einstechloch wieder von oben nach unten durch den Stoff. Dadurch entsteht dann die Knötchenform.

Zum Ausfüllen des Blütenstempels setzt Ihr einfach einige dieser Knötchenstiche nah nebeneinander.

DER STIELSTICH

Der Stielstich kann, wie der Name schon andeutet, zum Beispiel sehr gut für Blumenstiele, aber auch für Blumenranken verwendet werden, da er sich leicht schlängelt. Ich habe im Video ein Gras als Beispiel genommen.

  • Führt die Nadel direkt am Anfang Eures Stiels von unten nach oben durch den Stoff.
  • Macht dann einen großen Stich nach vorne und führt die Nadel wieder von oben nach unten durch den Stoff.
  • Dann geht ihr wieder zurück, ähnlich dem Rückstich.
  • Etwa bei der Hälfte Eures langen Stiches kommt die Nadel dann wieder nach oben.
  • Geht von dort aus wieder einen langen Stich nach vorne und stecht von oben nach unten in den Stoff.

Führt das Ganze so weiter, bis Ihr Euren Stiel gestickt habt. Achtet immer darauf, dass Euer Faden auf der richtigen Seite der Nadel liegt, sodass ein gleichmäßiges Muster entsteht.

DER MARGERITENSTICH

Der Margeritenstich eignet sich super für Blütenblätter. Dieser Basic Stickstich könnte nicht einfacher sein.

  • Führt die Nadel von unten nach oben durch Euren Stoff und sehr nah neben der Einstichstelle wieder nach unten.
  • Dabei entsteht eine Schlaufe. Diese zieht Ihr aber nicht durch, sondern lasst sie stehen.
  • Am oberen Ende Eures Blütenblattes kommt man dann mit der Nadel wieder von unten nach oben durch den Stoff und nimmt die Schlaufe auf, indem man die Nadel durch die Schlaufen-Innenseite führt.
  • Fixieren kann man sie ganz einfach, indem man an der Oberseite der Schlaufe, auch wieder sehr nah am vorherigen Einstichloch, die Nadel von oben nach unten durch den Stoff führt.

DER GRÄTENSTICH

Der Grätenstich eignet sich ideal für Blätter. Wenn man sich das Blatt vormalt, ist es am einfachsten, dem Blatt eine Mittellinie zu geben. Die dient Euch zur Orientierung.

  • Macht zuerst einen gerade Stich am oberen Teil der Mittellinie Eures Blattes.
  • Führt dann die Nadel von links oben über den zuvor gesetzten Stich auf der Mittellinie und stecht leicht nach rechts unten versetzt wieder in den Stoff ein. So entsteht eine Art Kreuz.
  • Wiederholt dies auch von der anderen Seite. Führt also die Nadel rechts oben von unten nach oben durch den Stoff, über den eben gesetzten Stich und stecht die Nadel dann leicht nach links unten versetzt wieder in den Stoff. So entsteht eine Grätenform.
  • Hangelt Euch dann rechts und links am Blattrand entlang und nutzt die gezeichnete Mittellinie als Orientierung.

DER ROSENSTICH

Den Rosenstich kann man, klar, zum Sticken von Rosen verwenden 😉

  • Zeichnet Euch dafür ein Tortendiagramm auf (ja, so eins, wie in der Schule 😉 ) und grenzt eine ungerade Anzahl von Tortenstücken gleichmäßig voneinander ab. Ich habe fünf genommen.
  • Stickt nun erst einmal Eure geraden Striche nach.
  • Führt dann die Nadel einmal von unten nach oben durch den Stoff – und zwar direkt in der Mitte des Kreises.
  • Nun sticken wir nicht mehr, sondern weben.
  • Geht nun abwechselnd mit der Nadel unter einem Faden hindurch und über einen drüber – ohne einzustechen! Durch das oben und unten durchführen entsteht die erhabene Rosenform.
  • Wenn Ihr einmal rundherum seid und Euren Kreisrand erreicht habt, führt Ihr die Nadel an einer Stelle wieder nach unten durch den Stoff und verstecht und verknotet den Faden.

DER UMWICKELTE VORSTICH

Der Vorstich ist eine so simple Grundtechnik im Sticken, dass ich sie nicht noch einmal separat erklärt habe. Hierfür führt Ihr einfach in regelmäßigen Abständen die Nadel von oben nach unten durch den Stoff und wieder zurück, sodass sich farbige Stiche und Freiräume abwechseln. Um diesen Stickstich etwas außergewöhnlicher zu gestalten, kann man ihn umwickeln.

  • Dafür führt man die Nadel mit dem Faden, mit dem man den Vorstich umwickeln möchte, einmal von unten nach oben durch den Stoff und führt sie dann immer von der gleichen Seite durch die zuvor gesetzten Schlaufen der Vorstiche.
  • Dadurch entsteht, ähnlich dem Stielstich, eine Ranken-Optik.

Ich bin gespannt, welche Stick-Projekte Ihr mit den Grundstichen, die ich Euch gezeigt habe, umsetzen werdet. Nutzt gerne den #lindalovesdiy, damit ich Eure Projekte sehen kann! Hier gibt’s noch ein paar schöne Stickideen zum nachmachen:

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