BÄNKCHEN MIT SEILOPTIK – DIE WERKSTATT IM HAGEBAUMARKT #beabuilder

Heute gibt es die Anleitung für ein DIY Schuhbänkchen, mit ein paar Tricks und Kniffen für ordentlich versteckte Schrauben und eine schicke Ablagefläche aus Seil im Boho-Style.

Ab sofort gibt es eine Werkstatt im Hagebaumarkt in Hannover! Eine Werkstatt mit jede Menge Werkzeug, Material und professioneller Hilfe in der man coole DIY Projekte selber umsetzen kann auch wenn man zu Hause keine Werkstatt hat. 

Das Werkstattkonzept von Hageworx steht unter dem Motto „Sharing statt kaufen“ und bietet die Möglichkeit auf Geräte zuzugreifen, die man normalerweise nicht so eben zu Hause hat.

Für die Nutzung der Werkstatt muss man sich nur einen Termin machen und schon kann man aus dem Vollen schöpfen und so so easy, richtig coole Projekte umsetzen. 

Ich finde die Idee klasse und durfte sie direkt testen und dort meine kleine Schuhbank bauen!

Die Anleitung könnt ihr euch jetzt also einfach ausdrucken, euch einen Termin in der Werkstatt machen (das geht ganz einfach auf der Website hageworx.de) und im Hagebaumarkt mit Tipps und Tricks vom Profi zusammenbauen. 😉 

DIY BÄNKCHEN BAUEN 

MATERIALIEN

Für die Bank braucht ihr folgende Materialien und Geräte: 

  • 3 lange Holzlatten mit 2,4m Länge aus Fichte oder Kiefer mit den Maßen 3,5 x 3,5cm
    • 2x 60cm für die langen Seiten oben 
    • 4x 30cm für die Seiten 
    • 3x 53 cm für die 3 Verbindungsstücke unten 
    • 4x 38 cm für die Beine
  • Bohrmaschine und Bohrhilfe (ich habe dieses Set verwendet)
  • Winkelschleifer mit Schleifpapier in 12o und 240 (oder einfach Schleifblock und Schleifpapier für die Fleißigen ;-))
  • 3 Zwingen 
  • Holzleim 
  • 55m Polyfaser Seil 6mm hanffarbig 
  • Tacker (idealerweise ein Elektrotacker ;-))

TIPPS & TRICKS

1.

Holzzuschnitt – Ich habe mir die langen Holzlatten direkt im Hagebau auf die passenden Längen zusägen lassen. Das hat den Vorteil, dass man wunderbar gerade Schnittkanten hat, die man normalerweise mit einer Stichsäge zu Hause nicht ganz so perfekt hinbekommt. 

In der Werkstatt im Hagebau würde ich euch aber empfehlen die Stücke selbst an einer Kapp- und Gehrungssäge zuzuschneiden – einfach weils Spaß macht 😉

Wir brauchen 2 lange Holzlatten mit den Maßen 3,5 x 3,5cm und lassen sie auf folgende Maße zuschneiden

  • 2x 60cm für die langen Seiten oben 
  • 4x 30cm für die Seiten 
  • 3x 53 cm für die 3 Verbindungsstücke unten 
  • 4x 38 cm für die Beine

2.

Taschenlöcher – Damit die Schrauben schön versteckt werden, arbeiten wir mit einem speziellen Aufsatz für Taschenlöcher. Dazu werden beide Holzlatten gut mit Klemmen aneinander positioniert und die Bohrhilfe für die Taschenlöcher mittig auf der Holzlatte positioniert. Ich habe das vorher einmal an einem Stück Restholz getestet um die Position und die Tiefe der Löcher zu bestimmen. 

Ist der Bohrer zu tief, kann man den Aufsatz entsprechen verstellen oder mit einem Tiefenstopper am Bohrer arbeiten. 

3.

Holzlatten vorbohren  – Die Taschenlöcher habe ich nach und nach vorgebohrt und mir dabei Schritt für Schritt überlegt wo die Taschenlöcher sitzen müssen damit man sie möglichst wenig sieht.

Sitzfläche – Die beiden 60cm Leisten bilden die Sitzfläche der Bank oben. Ich habe mich dazu entschlossen den Part in der Mitte schmaler zu machen und haben darum meine 30cm Latten für die Breite 15cm nach innen versetzt.
Die 30cm Zuschnitte werden jetzt also mit Taschenlöchern versehen, die dann später nach unten gedreht werden, so dass man sie nicht mehr sieht.  

Schuhablage – Für unten habe ich mich entschieden 3 Latten als Mittelsteg zu verwenden, so dass man eine schöne Ablage hat für Schuhe oder Boxen. Dafür verwende ich die 53cm langen Leisten und positioniere sie mittig mit ca. 3cm Abstand voneinander an den 30cm Seitenleisten. 

Beine – Jetzt ist Konzentration gefragt, idealerweise legt man sich die Beine einmal auf und markiert sich die Taschenlöcher, so dass man kein Bein aus versehen dreht. Die Seitenleisten unten, habe ich auf einer Höhe von 8cm über dem Boden befestigt, mit einem Taschenloch in der Seitenstrebe. Oben empfehle ich ein Taschenloch in die langen Leisten der Sitzbank zu bohren. 

4.

Holzlatten schleifen  – Hat man alle Zuschnitte parat und mit Taschenlöchern versehen, geht es ans schleifen, damit die Bank auch schön aussieht. Dabei unbedingt auch die Taschenlöcher von innen schleifen, so dass die Dübel später gut reinpassen. Dazu könnt ihr Schleifpapier oder eine runde Holzraspel verwenden.

5.

Holzlatten miteinander verschrauben  – Jetzt gehts ans zusammensetzen! Das geht im Gegensatz zum Vorbohren super fix. Alle Löcher sind gesetzt und die Bank ist schnell zusammengesetzt. Den oberen teil habe ich noch nicht mit dem Untergestell verbunden und erstmal separat gelassen um das Seil im nächsten Schritt besser drumwickeln zu können. 

Die Taschenlöcher werden jetzt mit einem Klecks Holzleim und einem Holzdübel gefüllt. Damit die Oberfläche schön gleichmäßig wird, wird nach dem Trocken noch einmal mit drüber geschliffen. 

6.

Seil drüber spannen – Das Seil unter Zug drumrum spannen und auf der Unterseite in regelmäßigen Abständen festtackern.

Ist das geschafft, kann man die Sitzfläche mit noch ein paar letzten Schrauben befestigen, die Dübel verkleben und abschleifen und fertig ist das Bänkchen.

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Hagebau entstanden.