DIGITAL DETOX – ODER ÜBER DEN TÄGLICHEN DIGITALEN WAHNSINN

Wie man mit der digitalen Flut an Informationen am Besten umgeht - Tipps und Tricks - Life Coaching - daily inspiration

Meine Generation ist die erste die mit Computern und dem Internet aufgewachsen ist, die große graue Kiste die sich mit ewigem Fiepen mit dem Internet verbinden konnte ist mittlerweile von einem Smartphone abgelöst und mit der ständigen Erreichbarkeit steigt auch die Anzahl der Kritiker und das Verlangen nach technikfreier Zeit, oder digital downtime. Ich liebe die sogenannte Digitalisierung. Ich glaube, dass das Internet, und alles was damit zusammenhängt, das Leben einfach einfacher und besser gemacht hat. Noch nie in der Geschichte waren wir so frei und flexibel in unseren täglichen Aufgaben und so gut informiert egal über welches Thema. Wir können panisch googeln was zu tun ist wenn jemand eine Gräte im Hals stecken hat und Mama in drei Klicks einen Kuchen schicken falls wir am Geburtstag doch nicht da sein können.

Manchmal merkt man aber regelrecht wie man hektisch wird weil Whatsapp, Instagram und Facebook am Handy gleichzeitig aufblinken und am Computer nochmal 20 Fenster geöffnet sind. Digital Detox ist das neue Trendwort und irgendwie ja auch gar nicht so dumm. Ein bisschen Zeit zu reservieren in der man mal wieder old school unterwegs ist und ein Buch liest ist ja keine schlechte Idee aber irgendwie ist das dann doch einfacher gesagt als getan. Tagsüber wird eine schnelle Antwort auf jede E-mail erwartet und Abends ist oft die einzige Zeit in der man mal in Ruhe surfen, lesen und liken kann.

Ich denke man kann trotzdem ein paar Kleinigkeiten in den Alltag integrieren um die allgemeine Informations Flut ein bisschen zu reduzieren oder einfach besser damit umzugehen.

  • Multitasking reduzieren – Ich bin selber der absolute Multitasker und manchmal muss das auch einfach sein, dass man schnell noch etwas online bestellt während man das Abendessen kocht und nebenher die Nachrichten guckt. Aber zu oft erwische ich mich dabei wie ich mit dem Laptop vor dem Fernseher sitze und auf dem Handy rumklicke, warum nicht mal den Film genießen oder einfach mal kurz telefonieren statt nebenher zu whatsappen.
  • Smartphone freie Zonen – Eltern haben immer nervige Regeln wenn man ein Teenager ist, eine davon, keine Handys am Esstisch. Manchmal sind die vielleicht gar nicht so doof und zumindest so Angewohnheiten wie das Handy mit auf die Toilette zu tragen sollte man sich vielleicht mittlerweile einfach wieder abgewöhnen. Der nächste Step ist dann den Handywecker mit einem traditionellen Wecker zu ersetzen und aus dem Schlafzimmer zu verbannen, Digital Detox für Fortgeschrittene dann.
  • Papierlisten – ich bin ein großer Fan von digitalen Einkaufslisten, die kann ich nämlich nicht auf dem Küchentisch liegen lassen. Ich habe aber festgestellt, dass Papierlisten, Post-its und Wandtafeln beider täglichen Aufgaben doch einfach irgendwie besser funktionieren. Schon allein die Genugtuung beim durchstreichen eines To-Do’s kann einfach keine App ersetzen.
  • Notifications, Updates, Erinnerungen – ich liebe alle möglichen sozialen Netzwerke und bin bei fast allem registriert facebook, instagram, twitter, kleinerer Netzwerke wie solebich und atmine etc. Ich bin auch auf allen ein aktiver Nutzer, habe aber die Erinnerungen ausgestellt und checke nur wenn ich Lust und Zeit habe. Genau das gleich gilt für Newsletter, ich bin auf wahnsinnig vielen Verteilern angemeldet, leite aber alle in einen Ordner den ich alle paar Tage mal durchgucke.
  • Onlineanzeigen und schnelle Antworten – sobald man das Handy anmacht kann eigentlich irgendwo jemand nachvollziehen, dass man online war. Sei es die whatsapp Zeitanzeige, facebook messenger, ein Foto was man man instinktiv irgendwo liked … und weil das so ist, hat man auch einfach das Bedürfnis lieber direkt zu reagieren. Lass dich nicht stressen und sei nicht sauer wenn jemand schon drei mal online war und trotzdem nicht antwortet. So oft liest man schnell eine message an der roten Ampel während man zum nächsten Termin hastet. Nimm dir lieber später ein bisschen Zeit oder ruf ruf einfach mal wieder an.

Klingt nach einem Plan oder? Ich mache mich jetzt auf jeden Fall mal an mein neustes DIY und mein Handy das lasse ich hier. Ein bisschen basteln ist nämlich auch eine hervorragende Strategie um ein bisschen den Kopf frei zu kriegen, sobald man mal die Hände voller Farbe hat, kann man nämlich sowieso keinen Computer und kein Handy mehr anfassen.

Liebe Grüße und bis bald

Eure Linda

2 Comments

  • Ach ja, unsere liebe Generation… Toller Artikel! =) Wie musste ich schmunzeln beim Lesen und einige Male habe ich gedacht „Ach ja, das geht mir auch so…“ Ich denke das ist auch die Herausforderung unserer Generation. Wir sind mit dem Internet aufgewachsen, können definitiv auch nicht mehr ohne. Da einen guten Mittelweg zu finden, ist wohl unsere „nächste“ Herausforderung… Oder bzw. der Schritt, den im Moment einige versuchen zu finden. So empfinde ich es zumindest bei mir, vielen meiner Freunden und auch online – irgendwann ist man soweit um sich zumindest abzukapseln. =)
    Vielen Dank fürs mal wieder in Erinnerung rufen – das braucht es zwischendurch auf einfach…
    Liebe Grüsse
    Debby

    • Liebe Debby, damit hast du so Recht, es ist die Herausforderung unserer Generation zu lernen mit der Informationsflug umzugehen. Nicht immer ganz einfach aber ich da ganz optimistisch 😉

      Ganz liebe Grüße
      Linda

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